„Armageddon“, „Das Jüngste Gericht“, „Das Ende der Welt“ oder „Der letzte Tag der Erde“, so lauteten die letzten Titel der elektronischen Massenmedien, die als lichtschnelle Impulse durch das dicht gespannte Informationsnetz der Welt rasten, als das große Zeitalter der Menschheit endete, ein letzter, gewaltiger Aufschrei. Der Impuls verstummte so schnell, wie er gekommen war.
Dann Ruhe. Stille. Nichts.
Doch auf den letzten Tag der Erde folgte ein weiterer Tag.
Danach ein weiterer Tag.
Und noch einer.

Tage wurden zu Wochen, Wochen zu Monaten, Monate zu Jahren, Jahre zu Jahrzehnten und zu Jahrhunderten.
Vom Weltraum aus gesehen wirkt die Erde noch wie eh und je. Der treue Mond ist noch da und dreht friedlich seine Bahnen, die Erde selbst befindet sich in der immer gleichen Bahn um die wärmende Sonne. Der Planet ist noch die azurblaue Kugel, die er seit Jahrmillionen war.
Wir schauen uns die Erde näher an und sehen erste Anzeichen, dass sich doch etwas verändert hat; die Umlaufbahn ist voller schwebender Trümmer. Reste von erloschenen Satelliten, abgerissene Sonnensegel und aufgegebene Raumstationen kreisen in Bahnen, die sich unendlich langsam in Richtung Erde schrauben, ihren lautlosen Tanz aufführen.

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2 Gedanken zu “Das Ende der Welt und danach.

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